Wann ist das CLP-Verfahren die richtige Wahl?
Das Collaborative Law Practice (CLP) ist ein wirkungsvolles Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung, aber es ist nicht für jede Situation gleichermaßen geeignet. Hier erfahren Sie, in welchen Fällen CLP besonders empfehlenswert ist und wann andere Wege sinnvoller sein können.
Ideale Anwendungsbereiche für CLP
Familienrecht
Im Familienrecht hat das CLP-Verfahren seinen Ursprung und wird besonders häufig eingesetzt bei:
- Scheidungen und Trennungen, bei denen eine faire und respektvolle Lösung angestrebt wird
- Regelungen zum Sorge- und Umgangsrecht, bei denen das Kindeswohl im Mittelpunkt steht
- Vermögensauseinandersetzungen, die eine differenzierte Betrachtung erfordern
- Unterhaltsregelungen, die langfristig tragfähig sein sollen
Wirtschaftsrecht
Auch im Wirtschaftsrecht bietet CLP zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten:
- Konflikte zwischen Gesellschaftern oder Geschäftspartnern
- Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen
- Vertragsstreitigkeiten, bei denen die Geschäftsbeziehung erhalten bleiben soll
- Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern
Erbrecht
Im Erbrecht eignet sich CLP besonders für:
- Erbauseinandersetzungen, bei denen familiäre Beziehungen geschont werden sollen
- Konflikte um Pflichtteilsansprüche
- Streitigkeiten um die Auslegung von Testamenten
- Vorausschauende Regelungen zur Vermögensnachfolge
Voraussetzungen für ein erfolgreiches CLP-Verfahren
Damit ein CLP-Verfahren erfolgreich sein kann, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Freiwilligkeit: Alle Beteiligten müssen bereit sein, sich auf das Verfahren einzulassen.
- Kommunikationsbereitschaft: Eine grundsätzliche Bereitschaft zum Dialog ist unerlässlich.
- Kompromissbereitschaft: Die Parteien sollten offen für Kompromisse sein.
- Transparenz: Alle relevanten Informationen müssen offengelegt werden.
- Respekt: Ein grundlegender gegenseitiger Respekt sollte vorhanden sein oder entwickelt werden können.
Wann ist CLP weniger geeignet?
In folgenden Situationen könnte ein anderes Verfahren sinnvoller sein:
- Bei akuter häuslicher Gewalt oder Missbrauch
- Wenn eine Partei nicht bereit ist, relevante Informationen offenzulegen
- Bei schwerwiegenden psychischen Erkrankungen, die die Verhandlungsfähigkeit einschränken
- Wenn eine Partei ausschließlich auf Konfrontation aus ist und keinerlei Kompromissbereitschaft zeigt
- Wenn eine grundlegende rechtliche Klärung durch ein Gericht erforderlich ist
Unsicher, ob CLP für Sie geeignet ist?
Wenn Sie unsicher sind, ob das CLP-Verfahren für Ihren Fall geeignet ist, können Sie sich gerne an einen unserer spezialisierten CLP-Anwälte wenden. In einem ersten Beratungsgespräch kann individuell geklärt werden, welches Verfahren für Ihre spezifische Situation am besten geeignet ist.
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit einem unserer CLP-Anwälte, um mehr zu erfahren.